Einwohner pro qkm im Vatikanstaat
November 25, 2008
Der Vatikanstaat hat bekanntlich 932 Einwohner auf 0,44 qkm Fläche. Wikipedia ist nun der Meinung, daß damit 2.118 Einwohner auf den qkm kämen — was aber exakt 1186 mehr sind, als der Vatikanstaat überhaupt Einwohner hat. Wo kommen die her? Katholische theologische Scholastik hat hier sicher eine Antwort parat.
Graffiti
Oktober 24, 2008
Der unbekannte Kunstschaffende sieht’s einfach mal andersherum. Oder ist es eine subtile Anspielung auf Michel Houellebeques letzten Roman?

Warum Frank-Walter Steinmeier Bundeskanzler werden muß
August 24, 2008

Sein Arbeitsplatz im Auswärtigen Amt.
Will ich beim Auswärtigen Amt arbeiten?
Mai 8, 2008
Das Auswärtige Amt hat einen Fragebogen erstellt, mit dem man ermitteln können soll, ob man sich eine Tätigkeit beim Auswärtigen Amt vorstellen kann. Je mehr Fragen man mit „ja“ beantwortet, desto eher komme das in Frage. Hier meine Antworten:
Ich würde gerne mit ausländischen Regierungen oder Wirtschaftsvertretern mit anderem kulturellen Hintergrund an Aufgaben von internationaler Bedeutung arbeiten.
Nein.
Ich könnte in meinem Beruf politische Positionen vertreten, von denen ich persönlich nicht überzeugt bin.
Nein.
Ich würde gerne in einer abwechslungsreichen, fordernden und anregenden Umgebung arbeiten.
Nein.
Ich würde gerne 30 Jahre oder mehr bei der gleichen Organisation arbeiten.
Ja.
Ich könnte mit einer Arbeit mit einem hohen Anteil an Verwaltungsaufgaben gut zurecht kommen.
Nein.
Ich kann mir vorstellen, in einer großen, hierarchisch strukturierten Behörde zu arbeiten, in der meinem Gestaltungsspielraum Grenzen gesetzt sind.
Ja.
Ich hätte gerne einen Beruf, bei dem ich Deutschen im Ausland helfen kann.
Nein.
Ich traue mir zu, in einem Team eine deutsche Kulturwoche in einem zentralasiatischen Land zu organisieren.
Nein.
Ich traue mir zu, eine Reise des Außenministers nach Kolumbien mit vorzubereiten und zu begleiten.
Nein.
Ich würde in meinem Beruf gerne Einladungen wahrnehmen und als Gastgeber zu Essen oder anderen Veranstaltungen zu mir nach Hause einladen.
Nein!
Ich kann mir vorstellen, mit hochrangigen und prominenten Leuten zusammen zu arbeiten.
Nein.
Ich schreibe präzise und sicher auf verschiedenen Sprachebenen für unterschiedliche Adressaten.
Ja.
Ich arbeite gerne an und mit Texten zu politischen Fragestellungen.
Nein.
Ich bin bereit, bei Bedarf auch über die geregelte Arbeitszeit hinaus zu arbeiten.
Nein.
Ich habe Spaß am Management von finanziellen und personellen Ressourcen.
Nein.
Ich ziehe eine abwechslungsreiche und inhaltlich anspruchsvolle Tätigkeit einer mit überdurchschnittlichen Verdienstmöglichkeiten vor.
Ja.
Ich arbeite gern in Gruppen.
Nein.
Ich wäre bereit, auf einem so genannten „Härteposten“ zu leben und zu arbeiten.
Nein.
Ich bin bereit, alle 2 – 4 Jahre meine Tätigkeit und meinen Wohnort zu wechseln.
Nein.
Ich könnte über längere Zeit in einer Umgebung leben, in der das Klima oder die Umweltbedingungen negativ von europäischen Standards abweichen.
Nein!
Ich könnte mir vorstellen, an einem Ort zu leben, wo die Gewaltkriminalität höher als in Deutschland ist oder es nur begrenzte medizinische Versorgung gibt.
Nein.
Ich könnte mit Situationen umgehen, in denen physische oder gesundheitliche Gefahren drohen.
Nein.
Ich würde meine Motivation auch dann nicht verlieren, wenn ich an einen Ort versetzt würde, den ich mir nicht gewünscht habe.
Nein.
Ich bin bereit, außer den beiden obligatorischen weitere Fremdsprachen zu lernen.
Ja.
Ich könnte mir vorstellen, in einem kleinen Team von zwei oder drei Kollegen an einer Botschaft in einem entlegenen Land zu arbeiten.
Nein.
Ich kann auch unter starkem Druck gleichbleibend gute Leistungen bringen.
Nein.
Ich finde mich schnell in nicht vertrauten Situationen zurecht.
Nein.
Ich habe bereits nicht-touristische Auslandsaufenthalte absolviert.
Ja.
Ich habe Freunde/Freundinnen aus anderen Kulturkreisen.
Nein.
Ich versuche, die Vorstellungen und das Verhalten von Menschen aus anderen Kulturkreisen zu verstehen.
Ja (aber niemals erfolgreich).
Ich gehe aktiv auf andere Menschen zu.
Nein.
Ich versuche, mich bei zwischenmenschlichen Konflikten in unterschiedliche Positionen einzufühlen.
Ja.
Ich interessiere mich für außenpolitische Fragestellungen.
Ja.
Ich könnte mir vorstellen, über längere Zeit an Projekten zu arbeiten, deren Erfolg nicht absehbar oder ungewiss ist.
Ja!
Ich könnte längere Zeit an einem Ort leben, wo mein Partner/meine Partnerin keine Möglichkeit findet, einen Beruf auszuüben.
Nein.
Ich habe mit meinem Partner/meiner Partnerin darüber schon gesprochen.
Nein.
Ich kann mir vorstellen, dass meine Kinder alle drei Jahre die Schule wechseln und ihren Freundeskreis aufgeben müssen.
Nein.
Man sollte allermindestens 21 mal mit „ja“ geantwortet haben, um für das Auswärtige Amt geeignet zu sein.
Screen-Sharing
April 23, 2008
Screen-Sharing ist eine fantastische Möglichkeit, unter Mac OS X.5 (Leopard) einen Computer von einem anderen aus fernzusteuern. Man kann den anderen Rechner in einem Fenster aufmachen und so mit ihm arbeiten, als säße man davor. Man kann nur mit den Fenstern leicht durcheinanderkommen:

Richtig nett ist es, wenn man an Rechner A eine drahtlose Tastatur angeschlossen hat und auf einen Rechner B, der weniger als 10 Meter von diesem entfernt ist, per Screen-Sharing zugreift: dann kann man sich mit der schnurlosen Tastatur vor Rechner B setzen und hat das Gefühl, direkt mit diesem zu arbeiten.
Gemischtes Doppel in der Süddeutschen Zeitung, Teil 2
Februar 26, 2008
Richtig fies ist der hier:

Zu untersuchen wäre, wieviele CDU-Mitglieder deshalb ihr Abonnement der Süddeutschen Zeitung gekündigt haben. Oder ist dies ein Affront gegen die Hessen überhaupt?
Der Krieg des Charlie Wilson
Februar 11, 2008
Über die Qualitäten dieses Filmes möchte ich mich an dieser Stelle nicht äußern, aber sollte uns bei dem heutigen Quotenwahn folgendes Zitat aus dem Film nicht zu denken geben?:

Gemischtes Doppel in der Süddeutschen Zeitung
Januar 27, 2008
Der hier ist wirklich lustig:

Mein Vorschlag wäre ja „Luxusuhren – Luxushuren“, aber das wäre denen wahrscheinlich zu wenig verwurschtelt.
Auslöschung
November 16, 2007
In Thomas Bernhards Roman Auslöschung findet sich folgende Betrachtung:
Bestürzt mich wäre absolut unstatthaft, habe ich damals zu Gambetti gesagt und von dem Schwager, daß er genau dem entspreche, das die Leute in Südwestdeutschland als badischen Genießer bezeichnen, den kleinbürgerlichen Durchschnittsmenschen, der eine gewisse Wohlhabenheit erreicht hat und sie zur Schau stellt und der daran interessiert ist, dick zu sein und fett und also alles in allem eine runde Figur, die sich sehen lassen kann; die Magerkeit, habe ich zu Gambetti gesagt, wird in diesen stumpfsinnigen Gegenden als Anzeichen für Krankheit und Gefährlichkeit genommen, sie wird gescheut, weil sie dem Teufel so ähnlich ist, das Asketische ist für diese Leute das Abstoßende, der dicke Mensch ist ihnen der ideale, der sie beruhigt und auf Beruhigung legten die in Südwestdeutschland, also besonders in Baden, sowie alle Deutschen, den größten Wert. Den Dicken vertrauen sie, die Dicken machen sie zu ihren Leitbildern, gegen die Dünnen sind sie immer schon mißtrauisch gewesen.
Dem bleibt eigentlich nur wenig hinzuzufügen.
Flut von Dorfwelle zerstört
November 7, 2007
Im Zeichen des Umweltschutzes und der anstehenden Erhöhung des Meeresspiegels war in der Süddeutschen Zeitung die Schlagzeile „Dorf von Flutwelle zerstört“ zu lesen. Aber muß man in Zeiten zunehmender Zersiedelung eigentlich nicht eher von einer ganz anderen Gefahr sprechen?