MacToast

Februar 27, 2007

Der hier einem neuem Aufgabenfeld zugeführte Macintosh SE/30 kostete bei seiner Einführung 1989 etliche Tausend DM. Die technischen Spezifikationen lassen sich hier finden: http://www.knubbelmac.de/modelle.php?mode=se30

Der eingebaute Toaster ist voll funktionsfähig. Das Krümelsieb läßt sich auf der linken Gehäuseseite herausziehen.

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Travestie

Februar 24, 2007

Travestie ist nach Meyers Konversationslexikon, 6. Auflage von 1909, „eine humoristische (auch wohl satirische) Dichtungsart, in der ein poetisches Erzeugnis von ernstem oder erhabenem Inhalt dadurch ins Komische gezogen wird, daß sein Inhalt beibehalten, aber in eine zu seinem ernsten Charakter nicht passende äußere Form gekleidet (verkleidet, daher der Name) wird [...].“

Das gibt es, wie ich jetzt feststellen mußte, auch bei Computerprogrammen. Man vergleiche MacJournal mit dem kürzlich für Windows entwickelten WinJournal:

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Die Dateiformate von MacJournal und WinJournal sind übrigens, obwohl beide Programme von der gleichen Firma entwickelt werden (Mariner), nicht miteinander kompatibel. Das ist Parodie.

Conan the Librarian

Februar 21, 2007

Eine adäquatere Darstellung des Berufes des Bibliothekars fand ich selten. Im Umgang mit dem Kunden ist stets höchste Sensibilität und Verantwortungsbewußtsein geboten:

http://www.youtube.com/watch?v=sEKlnAVDhDM

Daß das US-amerikanische Bibliothekswesen an vorderster Stelle steht beweist auch dieses Video:

http://www.youtube.com/watch?v=Bu-TijjVs_g&NR

Dieses Video unterstreicht nochmals, daß Bibliothekare immer hoch hinaus wollen:

http://www.youtube.com/watch?v=-wGoc52XJjk

Kunst

Februar 18, 2007

Dieses Meisterwerk des späten strukturistischen Metahypermorphismus (Lackfarbe auf Müllcontainer) ist so ausgestellt im Stadtpark von Uppsala. Der Künstler hat es vorgezogen, anonym zu bleiben.

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Schwäbische Logik

Februar 15, 2007

So gehört aus dem Kreise der Familie:

„Hier isch d’r Pfeffer für’s Steak — I ha’s no net g’salza.“

„Ha isch des weschtlicher? I han eher dengt südlicher.“

Auf einer zweispurigen Straße: „Ha jetzt wechsl doch amol uff d’middlere Schpur.“

I happen to think that Pet Sounds by the Beach Boys is one of the greatest musical masterpieces of all time. Now they are having this wonderful offer on the iTunes Music Store: the complete Pet Sounds Sessions for only 9,99 €. That’s 90 pieces and more than 4 hours of music; the complete mono and stereo versions of the album are included as well. The following link brings you directly there:

http://phobos.apple.com/WebObjects/MZStore.woa/wa/viewAlbum?id=186532727&s=143443

Heute morgen lese ich in der Süddeutschen Zeitung ein Interview mit Gottfried Honnefelder, dem Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, über die Einigung der Verlage und der Bibliotheken zum Urheberrecht. Der Mann ist in Macher-Manager-Pose (Sakko locker über die Schulter gehängt) abgebildet und räsoniert darüber, daß nach dem Kompromiß „die Hoheit über die Textdaten bei den Verlagen und damit bei den Autoren bleibt“, die „massenhafte Verfielfältigung“ unterbunden wird und wir ganz allgemein „ein marktwirtschaftliches Modell“ brauchen. Welch kluge Einsicht. Wissenschaftler lieben diese Form der Marktwirtschaft: erst die komplette Auflage im Voraus bezahlen, um dann das lästige Copyright loszuwerden und garantiert zu bekommen, daß die Ergebnisse der eigenen Forschung nicht zu sehr verbreitet werden — das würde nur zu höheren Zitationsquoten führen, ein sicheres Zeichen für niedrige Qualität von Forschungsarbeiten.

Mein Vorschlag wäre noch, für das Recht, eine Forschungsarbeit zitieren zu dürfen, eine Gebühr von nicht unter 100€ zu erheben (Qualität kostet ja bekanntlich Geld). Schon der Versuch, Wissenschaftlern gewisse Irrationalitäten begreiflich zu machen, sollten übrigens am besten durch einen entsprechenden Paragraphen im StGB unter Strafe gestellt werden; denn so etwas untergräbt das marktwirtschaftliche Geschäftsmodell unserer Verlagswirtschaft, an dem die Freiheit von Forschung und Lehre hängt.

Yesterday Backwaren

Februar 6, 2007

Welch erstaunlicher Name für eine Bäckerei. So gesehen in Göttingen.


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Neulich habe ich gelesen, daß man in Blogs auch mal ein bißchen polemisch sein sollte. Hier ein Beitrag, der dafür wohl ganz geeignet ist (wenn auch, wie ich gestehe, mir der Beitrag nicht polemisch vorkommt).

Sein neuestem habe ich dank Parallels auch Windows XP auf meinem MacBook installiert. In der Vergangenheit war ich ja schon häufiger mit Windows konfrontiert und habe mich immer etwas gewundert über die — milde ausgedrückt — Rückständigkeit dieser Software. Vor ein paar Tagen habe ich nun angefangen, nach Literaturverwaltungssoftware für Windows zu suchen und diese zu installieren. Was mir da begegnete war so entsetzlich, so schrecklich, ja menschenfeindlich, daß mir wirklich fast die Worte fehlen. Nicht nur erfordert die Installation ein Durchklicken durch wirrstmöglichste Protokolle und führt manchmal überhaupt nicht zum Erfolg — so etwa bei der Literaturverwaltungssoftware namens „intranda Dr.“, die konstant irgendwas nicht findet (was genau das eigentlich ist, darüber schweigt sich die Software aus). Am schlimmsten waren aber die Programme, die sich starten ließen: etwa Bibliographix und der Visual Composer, die ein unstrukturiertes Datenchaos anbieten, und eine unglaublich lächerliche Software namens LiteRat, die uns in die Computerwelt entführt, wie sie wohl Ende der 1970er Jahre gewesen sein mag. In über 11 Jahren Mac-Userschaft habe ich kein einziges Programm erlebt, wirklich kein einziges, das so schrecklich und so unkoordiniert war wie jene, die ich jetzt erleben mußte.

Man vergleiche das mit diesem Angebot:

http://www.apfelwiki.de/Main/Literaturverwaltung

Himmlisch.