Das Dock in Mac OS X

Januar 31, 2007

Ist eigentlich schon einmal jemandem aufgefallen, daß das Dock in Mac OS X umso mehr Platz benötigt, je weniger Icons es enthält? Und ist sich schon einmal jemand über die weitreichenden Implikationen dieser Tatsache bewußt geworden? Das ist nämlich nichts anderes als der geometrische Beweis des Prinzips „weniger ist mehr“. Übrigens bestätigt sich damit auch das Prinzip „mehr ist weniger“. Denn je mehr Icons das Dock enthält, desto kleiner wird es.

Landschaftsprägend im Südwesten Deutschlands ist eine besondere Form des Obstbaumes, die nur in einem Klima beständigen Mißtrauens, Verschrobenheit und zersetzender Griesgrämigkeit gedeihen kann. Dieses besonders prächtig entwickelte Exemplar wurde in Nürtingen gesichtet, der Heimatstadt von Harald Schmidt. Obstbäume dieser Art sind auch in Südbaden weit verbreitet. Inzwischen haben sie aber auch in anderen Gegenden Deutschlands Wurzeln geschlagen, so etwa zwischen Jena und Weimar.

Jenaer Pflasterstein, von oben photographiert. Sieht aus wie eine Mischung aus Mondrian und Boyle. Nur mit äußerster Vorsicht zu betreten.

Petition für Open Access

Januar 22, 2007

Es gibt ja so einige Absurditäten des Alltages. Eine ist zum Beispiel, daß die Produkte staatlich geförderter Wissensproduktion von Staatsangestellten aufbereitet und staatlich subventioniert bei Verlagen in den Druck gegeben werden (das bedeutet zumeist: die ganze Auflage wird im Voraus bezahlt), um dann von öffentlichen Bibliotheken unter Einsatz beträchtlicher Mittel wieder im Einzelnen aufgekauft und vorgehalten werden zu müssen. Open Access ist eine Möglichkeit, das alles ein wenig klüger zu gestalten; deswegen sei hier diese Petition beworben:

http://www.ec-petition.eu/index.php?p=index

Gartenzaun „Emden“

Januar 19, 2007

Vor einiger Zeit mußte ich nach dem Kauf des Bettgestells „Aspelund“ bei IKEA die ärgerliche Erfahrung machen, daß besagte Firma einen Lattenrost nicht mitliefert. Daraufhin habe ich mich in kreativer Stimmung auf den Weg zu OBI gemacht, um dort einen möglichst günstigen Ersatz in Form von Brettern zu finden. Leider gab es für die Breite des Bettes, 1,40 m, keine brauchbaren Bretter: OBI Jena hat nur die Längen 90 cm, 1,20 m und 1,80 m (und länger) vorrätig, zudem jeweils unerfreulich teuer.

Dann fiel mir Gartenzaun „Emden“ auf. Er ist zwar nur 10 cm schmal und 90 cm lang, kostet aber im 10er-Pack nur wenige Euro und kann abwechselnd so über die Mittellatte des IKEA-Bettes verlegt werden, daß die Erstellung eines brauchbaren Lattenrostes möglich ist (siehe Bild).

Die Konstruktion war einige Tage lang im Einsatz und sorgte für ein befriedigendes Schlaferlebnis. Leider stellte sich bald heraus, daß die Matratze den nun gestiegenen Ansprüchen nicht mehr genügte und durch eine neue ersetzt werden mußte, welche mit Gartenzaun „Emden“ prinzipiell unverträglich ist und den Kauf eines neuen, speziellen Lattenrostes erforderlich machte.

Gartenzaun „Emden“ ist nun vorerst entlastet und wartet auf einen neuen Einsatzbereich — Planungen sind schon im Gange.

cimg0001.jpg

Apple Inc.

Januar 16, 2007

„The Mac is the only one you really think of as a computer, right?“ Steve Jobs, Keynote Address 2007

Die arrogante Firma aus Cupertino, formerly known as Apple Computer, hat durch ihren Heilsbringer Jobs vor kurzem verkünden lassen, daß Mac-User nicht mehr nur eine Randgruppe im Computer-Universum sind, sondern auch beim Hersteller selber. Der Mac scheint in Zukunft nicht mehr zu sein, als ein Digital Hub für iPods, iPhones und Apple tv, allenfalls ab und zu mal dazu tauglich, eine kurze E-Mail zu verfassen und abzuschicken. Was kommt als nächstes? Eine QuickTime-Version von Safari? Ein Emulator, mit dem man Textverarbeitungen auch in iTunes betreiben und herunterladen kann? Eine iPhoto-Version des Adreßbuches?

S wie Solaris, Teil 2

Januar 13, 2007

Wieder bei Dussmann war ich auf der Suche nach „Der Spiegel“ von Tarkowski. Da ich nach meiner Erfahrung mit Solaris inzwischen genau weiß, wo die Filme von Tarkowski stehen, bin ich zielgerichtet ans Regal gegangen und habe die Filme gesichtet, die unter Tarkowski eingeordnet sind. „Der Spiegel“ fehlte. Schade, denke ich mir, und stelle erst beim Gehen fest, daß Dussmann den Film doch hat. Er ist an der Wand ganz oben ausgestellt. Zur Werbung.

Hippocamp

Januar 10, 2007

Hippocamp, a group of electronic music adherents, did their own versions of both The Beatles’ Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Band and The Beach Boys’ Pet Sounds, using original material. You can find their versions here:

http://www.fredoviola.com/Pepper.html

http://www.autistici.com/petsounds.htm

Interesting as it is, I think they definitely overdid it with Sgt. Pepper, although the version of „Being for the Benefit of Mr Kite“ is very nice. Pet Sounds is sometimes very well done — but this album is so incredibly great that it is impossible to really make bad music out of it.

Die Jenaer Stadtverwaltung ist vorbildlich darum bemüht, den touristischen Naherholungswert Jenas zu steigern. Dazu wurden keine Kosten und Mühen gescheut und leicht zu erreichende künstliche Seen im Bereich der Kernstadt angelegt. Dieses Projekt ist übrigens erst der Anfang zu dem geplanten Thüringer Gesamtprojekt „Thüringer Seenplatte“, an dem sich die Städte Weimar, Gotha, Gera und Erfurt noch beteiligen wollen.

S wie Solaris

Januar 4, 2007

Beim Versuch, in der DVD-Abteilung des Kulturkaufhauses Dussmann in Berlin Tarkowskis Solaris-Verfilmung zu kaufen, habe ich die folgende Suchstrategie verwendet:

1. Neben Horror, Neuheiten und Märchenfilmen, die offensichtlich nicht in Betracht kommen, gibt es noch die beiden Kategorien „Klassiker“ und „Der besondere Film“. Da Tarkowskis Solaris-Verfilmung von 1972 ist und mir das zu jung für einen „Klassiker“ erscheint, gehe ich zuerst ans Regal „Der besondere Film.“ Ich suche unter S. Solaris ist dort nicht zu finden.

2. Dann fällt mir auf, daß die Kategorie „Der besondere Film“ nicht nur nach Film-Titeln, sondern manchmal auch nach Regisseuren sortiert ist. Ich schaue also unter T. Kein Tarkowski.

3. Ich wende mich also dem Stand „Klassiker“ zu. Kein Solaris unter S.

4. Kein Tarkowski unter T.

5. Ich gehe zur Kasse und frage nach dem Film. Mitteilung nach einigem Suchen und Warten: Der Film ist eingeordnet im Bereich „Klassiker“ unter „Russische Klassiker.“ Ich gehe also zu „Russische Klassiker“ und schaue unter S. Kein Solaris.

6. Da ich mittlerweile weiß, daß Dussmann den Film hat, bleibe ich hartnäckig. Mir fällt auf, daß auch in der Subkategorie „Russische Klassiker“ noch gesondert nach Regisseuren aufgestellt wird. Ich gehe also zu T wie Tarkowski und finde tatsächlich Solaris.

Das waren 6 Schritte. Mein Vorschlag: Entweder alle Filme nach Film-Titeln aufstellen (mit entsprechenden Differenzierungen, also nicht einfach „S“, sondern z.B. „SA-SC“), oder alle nach Regisseuren; am besten aber wohl einfach unsortiert, wie’s halt reinkommt. Macht sowieso keinen großen Unterschied.